Einfach gesagt – Danke 2018. Hallo 2019.

Hallo 2019. Wie schön, dass du da bist. Bedeutet, ich darf immer noch hier sein und das ist was Gutes, nicht wahr?

Es ist unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Hab ich als Kind nie geglaubt, doch als Mama fehlt mir manchmal einfach nur ein Tag zum putzen. Doch wenn interessieren schon meine Putzgewohnheiten. Das neue Jahr hat viele schon wieder fest im Griff, weg sind die guten Vorsätze. Das Wetter ist mies, die Montage blöd wie immer und überhaupt geht es mit der Welt zu Ende – das nervt, falls ich das mal sagen darf. Niemandem ist mit Meckern geholfen und wenn doch, dann bitte einmal laut und kräftig meckern und dann wird weiter gelächelt. Das hat nix mit schönreden zu tun, mir ist die Lage auf der Welt durchaus bewusst. Ich könnte heulen, so viele schlimme Dinge gehen vor sich und doch hilft mir nur Optimismus. Denn ich bin Mama und das würde ja gar keinen Sinn machen, wenn alles nur furchtbar wäre, oder? So, Schluß jetzt. Her mit dem schönen Leben, sind wir mal dankbar für das letzte Jahr. Ich hatte große Pläne (wer nachlesen mag HIER!) und es ist vieles schief gegangen, mein Karmalama beschimpfte ich wüst in ätzenden Minuten. Ich musste meine Gedanken sortieren, um das Jahr  in Ruhe ausklingen zu lassen und nun here we go. 

Was hat mich berührt?

Vieles hat mit meinen Lieblingsmenschen und unserer gemeinsamen Zeit zu tun. Mein jüngster Sohn hat mir beim Skifahren lernen beigestanden, als wäre ich ein halbtotes Reh und so lag ich ungefähr da („Mama, ich lass dich nicht alleine.“ – quasi eine Bambi Situation. In Südafrika bin ich etwas bei den Babyzebras und Babygiraffen eskaliert. BABYZEBRAS! Mein Mann hat mir die Hand beim Tanzstundenball unserer Tochter gehalten, wer heult bei sowas schließlich nicht, wenn der größte Sohn mit der Schwester über das Parkett schwebt? Er ist immer da und hat mich unterstützt, selbst als ich meinen 40. Geburtstag mit knapp 100 Gästen im hauseigenen Garten feiern wollte. Mit Lichterkettendekoration. Ist klar. Meine Familie hält mir und uns den Rücken frei, das wir viel als Paar unternehmen können, das man eben auch den Alltag überlebt und trotzdem zusammen hält. Meine Freunde waschen mir den Kopf, wenn ich mal wieder zu viel auf einmal möchte. Komische Freunde. Meine Kolleginnen sind inzwischen meine Freundinnen, deutschlandweit verteilt und ich bin so dankbar über jede einzelne von ihnen. Meine Brautpaare, hach ihr lieben Menschen!, sind nicht nur Kunden, sie sind einfach zauberhaft und schenken mir ihr Vertrauen und manchmal nehmen sie mich auch für einen Tag mit in die Flitterwochen – totale Eskalation in Schottland! 

Ein Jahr hat so viele Tage, so unendlich viele neue Möglichkeiten für jeden Einzelnen von uns. Erstes Mal Skifahren für uns fünf zusammen. Die Kindergeburtstage sind immer ein Highlight und schön, wenn sie vorbei sind (wobei 2018 ein Kind nicht feiern durfte). Dublin mit Michi. Unsere kleine, feine Mastermind auf Rügen. Mallorca mit meiner Schwester und meiner Mama. Konzertbesuche und eine Woche Island mit Diana. Und überhaupt viele Ausflüge mit ihr und Marcus, weil ich die zwei einfach liebe. Shoots an den wildesten, kältesten, windigsten Orten mit tapferen Models. Dienstleisterkollegen und deren Vertrauen in mich. Ein Kurztrip nach Paris. Meinen Mann, den ich zu The Greatest Showman zwingen durfte. Wie auch meine Mastermindgang. Unser Silvesterausflug an den Starnberger See. Liebe Menschen, die mich nach meiner KnieOP besucht haben. Kunden, die Verständnis für meine Situation nach der KnieOP hatten und das ist sicher nicht selbstverständlich. Unser Sommerfest zu unseren 40. Geburtstagen, Himmel, sind wir alt. Der zweite Workshop #vomfotografierenundglücklichsein in Portugal hat alles gefordert. Wo höre ich nur auf? Die dabei waren, wissen wie oft ich manchmal durchatmen musste, wie oft ich einfach geheult hab, wie oft ich dachte – buh. Und doch bin ich dankbar für jede einzelne Erfahrung, ausgenommen Kreuzbandriss und angebrochene Rückenwirbel (braucht kein Mensch!), weil es mich wachsen lässt, weil es mich berührt. Denn wenn es das nicht mehr macht, dann wechsel ich den Beruf.

Wovor habe ich Angst?

Das kann ich einem Satz sagen: Das  jemand, den ich ich liebe nicht mehr da ist oder nicht mehr gesund ist. Mehr braucht es nicht zum Glücklich sein. Der ganze wilde Rest ist over the top. Mehr als ich je zu träumen gewagt habe. Für alle anderen Probleme/Sorgen/Ängste, das habe ich letztes Jahr gelernt, gibt es eine Lösung.

Was habe ich erschaffen?

Wie im letzten Jahr eine schwierige Frage. Doch bin ich wirklich stolz auf meine Familie, unseren Zusammenhalt, auch wenn es mal laut wird, wir lieben uns heiß und innig und ich könnte mir ein Leben ohne keinen meiner lieben Cousins, Tanten und sonst wen vorstellen. Bei meinen Kindern bin ich wirklich stolz, wie sie für ihre Rechte eintreten, ohne Angst vor Konsequenzen stehen sie für ihre Meinung ein. Ist wahrlich anstrengend, jedoch eine gute Sache für die Welt da draußen. Alle drei sind mutig und offen für Neues, haben keine Angst vor Fremden oder neuen Situationen oder anderen Ländern – das liebe ich und macht mich so richtig stolz. ABER SO RICHTIG. Beruflich bin ich happy über jedes fertige Projekt, jeder strahlende Kunde bleibt in meinem Herzen. Mein #ichabjagesagt_heiratsplaner wächst in kleinen Schritten, jedoch wächst er stetig und das ist wirklich toll. Das Feedback ist großartig und für 2019 stehen die Zeichen auf Imperium. Oder so ähnlich.

Was habe ich gelernt?

In der Ruhe liegt die Kraft. #tadaaa

Jeder neue Morgen bringt nach neuen Problemen auch neue Lösungen. #abersorichtigtadaaaaa

Man darf um Hilfe bitten, wenn man nicht mehr weiter kann. #jetztwirdesverrückt

Was habe ich 2019 vor?

Hach, was freue ich mich auf das neue Jahr. Diesmal wollte ich schneller ankommen als in 2018, da hing ich irgendwie lange fest und hab es nicht geschnackelt, wie schnell die Zeit verläuft. 2019 – ich bin da. Die Pläne sind großartig, meine KnieReha steht an und dann bin ich wieder vollends fit. Der Vorsatz jeden Monat mindestens einen neuen Ort zu besuchen oder etwas Neues zu erlernen, bleibt bestehen. Was noch:

  • ich möchte einen Handstand lernen
  • die Malediven besuchen 
  • mehr und lauter singen
  • regelmäßig Freunde- und Familienzeit planen und effektiv nutzen
  • regelmäßig bloggen
  • mehr Input auf Social media und trotzdem gute Kaffeegespräche in real life haben
  • #ichhabjagesagt bekannter machen, denn jede verlobte Frau sollte den Planer haben (ist das schon Werbung?)
  • das wildeste Masterhaus aller Zeiten für tollen Input nutzen
  • mit meiner Familie nach Thailand
  • mehr lesen
  • abnehmen und mich gesünder ernähren (läuft)
  • jeden Tag nutzen (meine Disziplin ist ein echtes Manko, treibt sich nur rum und so)
  • noch mehr netzwerken
  • Workhsops und Coachings geben (ich liebe es!)
  • weniger ärgern (wenn mich Paare zum Beispiel nicht buchen, hat mich das bei manchen, wo ich mir sicher war sie zu begleiten, doch sehr verletzt aus verschiedensten Gründen – nur ärgern bringt mich da nicht weiter und ändern kann ich es auch nicht, also hilft nur weniger ärgern)
  • weniger Sarkasmus (oh nein – oh doch!)

Was noch? Ich weiß es nicht, ich lasse es auf mich zukommen. Es stehen traumhafte Hochzeiten an, an wunderschönen Orten mit wunderbaren Paaren. Es gibt immer Wiederkehrkunden, die liebe ich sehr. Man kennt und schätzt sich. Ich werde Workshops besuchen, versuchen an mir zu arbeiten, um meinen Kindern und vielleicht auch anderen Mamas ein Vorbild zu sein. Ich möchte nicht, dass die Welt untergeht und versuche im meinen kleinen Universum und mit meinen Mitteln zu helfen. Ich möchte meinen Freunden eine gute Freundin sein, die immer da ist (also manchmal an anderen Orten), aber immer erreichbar ist. Ich möchte mir Gedanken machen, um eine bessere Zukunft für meine Kinder. Es gibt viel zu tun, also Schluß mit jammern und Attacke. Mehr analog als digital.

Zum Ende alle Fragen an dich. Nimm dir einen Kaffee und einen Moment Zeit und dann überlege einfach in Ruhe.

Ich bin ziemlich gespannt. Von Herzen Daniela